Donnerstag, 3. September 2015

Abschluss eines Auslandsjahres

So, nachdem ich jetzt schon zwei Monate wieder deutschen Boden unter den Füßen habe, dachte ich ich beende hiermit offiziell meinen Blog.
Ich bin nach einem ereignisreichen Jahr wieder zuhause angekommen. Auch wenn es eine Weile gedauert hat mich wieder einzuleben, ist auch hier der Alltag zurückgekehrt.
Einiges hat sich geändert, auch manche Sachen von denen ich es nicht erwartet hätte. Aber vieles ist auch noch genauso wie vor einem Jahr.
Das nächste Schuljahr steht vor der Tür und ich werde sehen wie die Oberstufe nach einem Jahr in USA läuft.
Ich habe immer noch regelmäßig Kontakt mit meiner Gastfamilie und meinen Freunden in USA. Da bekomme ich dann so Nachrichten darüber das die Kartoffeln im Garten endlich wachsen oder was es zum Mittagessen gab. Ich freue mich über diese alltäglichen Dinge die da erzählt werden, weil sie mir irgendwie das Gefühl geben als wäre ich doch noch ein kleines bisschen in USA.

Vielen Dank fürs Lesen!!!
LG, diesmal aber aus Deutschland :)

Zum Abschluss jetzt hier noch mein Bericht den ich für das Daimler-Byrnes-Stipendien geschrieben habe:




Abschlussbericht Auslandsjahres 2014/15 Julia Spies mit dem Daimler-Byrnes-Stipendium Region Stuttgart

„Deutsche Sprache, schwere Sprache“ war das Erste, was mir durch den Kopf schoss, als ich in Frankfurt landete. Nicht wortwörtlich, aber sobald die Räder des Flugzeugs deutschen Boden berührten, stürzte mein Gehirn in ein bilinguales Denglisch Dilemma. Plötzlich alles wieder auf Deutsch. Dabei war die Welt doch ein Jahr auf Englisch gewesen. Und da kann man sich als Austauschschülerin eigentlich nur fragen „Whaaaat passiert hier please gerade!?“
Aber hinter der Zollabtrennung des Frankfurter Flughafens wartete nicht nur deutsche Sprache auf mich, sondern auch meine Familie!! Ein Wiedersehen auf das ich mich so lange gefreut hatte.

„Wie hat es dir eigentlich in Amerika gefallen?“ Wahrscheinlich ist das die Frage, die ich im letzten Monat am meisten gehört habe. Gut hat es mir gefallen. Ach was, es war einfach klasse! Aber eben auch schwer zu beschreiben. Zu viel ist passiert in dem Jahr, um es mal eben in fünf Minuten zusammenzufassen. Ich habe jede Menge tolle Leute kennen gelernt. Da sind aber eben auch Leute dabei, die man nur schwer beschreiben kann.
Nicht nur meine Gastfamilie, auch andere Austauschschüler, Helfer bei AFS und Leute, die ich in der Schule oder anderswo kennen lernte.
Meiner Gastfamilie bin ich einfach nur unendlich dankbar, dass ich ein Jahr bei ihnen leben durfte. Sie sind wundervolle Menschen. Mit meinen Gasteltern habe ich mich sofort super verstanden und mich auch gleich wie zuhause gefühlt. Anfangs noch schwierig war die Umstellung von einer kleinen Schwester in Deutschland zu zwei großen Brüdern in USA. Es ist eben doch sehr anders, das Küken in einer Familie zu sein als eine große Schwester.
Am Anfang war ich nicht sicher, wie genau ich im Haushalt helfen und mich in die Familie integrieren sollte. Also habe ich zu Beginn des Jahres geholfen, wann immer es ging. Nach ein oder zwei Wochen beschwerte sich mein Gastbruder Colman zum Spaß bei mir, das ich ihm ein schlechtes Gewissen machen würde, da ich so viel mehr half als er.
Zuhause zu wenig helfen und im Ausland zu viel. Es hat eine Weile gedauert, bis ich mich wirklich wie zuhause gefühlt habe.
Schon schwieriger fand ich es mich in der Schule einzuleben. Meine Schule wurde von 3000 Schülern besucht. Das führt zu einem riesigen Chaos, besonders in den Gängen zwischen den Stunden!
Und so ist es als Austauschschülerin nicht einfach gewesen Anschluss zu finden.
Die Leute in der Schule waren zwar freundlich, aber zu Beginn waren es keine echten Freundschaften die ich schloss. Ich hatte den Eindruck, dass Freundschaft in USA anders aufgefasst wird als in Deutschland. Es wird viel lockerer mit dem Begriff „Freund“ umgegangen. Jemand der in Deutschland höchstens als Bekannter bezeichnet werden würde, wird dort ein Freund genannt.
Es dauerte eine Weile bis ich Freunde nach meiner „deutschen“ Definition gefunden hatte.

Der amerikanische Schulalltag bot aber noch einige weitere Kuriositäten, an die ich mich erst gewöhnen musste. Der „Pledge of Allegiance“, der jeden Morgen nach der ersten Stunde gesagt wurde. Es ist ein kurzer Spruch, in dem man der amerikanischen Flagge Treue schwört. Er zeugt von einem Patriotismus, der in Amerika allgegenwärtig, in Deutschland aber in dieser Form vollkommen unbekannt ist.
Die Gegend um Washington D.C., in der ich mein Jahr verbrachte, ist extrem liberal und voller Zuwanderer. Die Grundeinstellung gegenüber Patriotismus und dem Rest der Welt ist dennoch eine vollkommen andere als in Deutschland. Besonders gut zeigte sich dies an einigen Fragen die mir Mitschüler gestellt haben.
„Habt ihr Autos in Deutschland?“
Ich: “Natürlich, das Auto wurde in Deutschland erfunden.“
„OH…“
Besonders schön auch:
„Sprecht ihr Deutsch in Deutschland?“
Ich: „Nein, wir sprechen Chinesisch“
„Was? Wirklich?“
Ich: „Natürlich sprechen wir Deutsch in Deutschland.“

Auch der Unterricht war um einiges anders, als ich es von Deutschland gewöhnt war. So wurde in USA wirklich alles, auch die kleinste Hausaufgabe benotet und viel weniger Wert auf große Klausuren gelegt. Dafür gibt es am Ende jedes Semesters große Abschluss-prüfungen.

Es war nicht immer einfach ein Jahr von zuhause weg zu sein. Im November und Dezember hatte ich meinen persönlichen Tiefpunkt und ich wäre an manchen Tagen am liebsten nach Hause geflogen. Da glich das große Abenteuer teilweise einem Albtraum. Aber auch das gehört zu einem Auslandsjahr dazu. Ich habe gelernt, dass es nicht nur gute Tage geben kann. Aber auch, dass man die schlechten Tage überstehen muss, um zu den Guten zu kommen. Und von den guten Tagen gab es so viele!!
Ich habe viele tolle Dinge erlebt während meines Jahres in USA.
Die vielen Wochenenden in Washington D.C. mit Freunden oder anderen Austauschschülern waren unvergesslich. Einfach mit Freunden nach der Schule zu Starbucks und danach zum Softball Training zu gehen. Es sind diese Dinge, die vielleicht nicht so besonders klingen, die aber mein Jahr ausgemacht haben.
Ein besonderes Highlight meines Jahres war definitiv meine Reise nach Alaska. Der größte Staat der USA liegt nordwestlich von Kanada und unterscheidet sich gewaltig von Maryland, dem kleinen Ostküstenstaat in dem ich wohnte. Meine Gastfamilie verbringt jeden Sommer in Alaska und auch mein Gastopa wohnt die Hälfte des Jahres in Alaska.
So hatte auch ich die Chance ganz am Ende meines Auslandsjahres noch 10 Tage in Homer, Alaska zu verbringen. Die Natur in Alaska ist einfach überwältigend und ein Campingtrip mit Kanufahren und Zelten am Strand bleibt unvergesslich!!

Es hat sich so sehr gelohnt, dieses Auslandsjahr, und ich bin Ihnen, liebe Stipendiengeber, unendlich dankbar, dass Sie mir dieses Jahr ermöglicht haben und mir die Chance gegeben haben, in dieses Abenteuer aufzubrechen.

Und obwohl ich schon fast einen Monat wieder heimischen Boden unter den Füßen habe, kann ich es immer noch nicht wirklich glauben. Dass ich wirklich ein Jahr in USA war. Dass das Jahr schon vorbei ist. Dass ich schon wieder zuhause bin.
Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an die Menschen denke, die ich im Ausland getroffen habe. Meine Gastfamilie, meine Freunde in der Schule, die anderen Austauschschüler von überall auf der Welt.
Und ich bin sicher, dass der Abschied den ich von USA genommen habe nur ein Abschied auf Zeit ist. Ich habe fest vor mein zweites Zuhause zu besuchen.

Viele Grüße und vielen Dank!
Julia Spies

                                                                                                                                                                            
 

Wer hat sich das denn bitte ausgedacht!?

(Anmerkung: Dieser Post  ist von April, ich habe aber damals vergessen ihn hochzuladen.)
Da es hier inzwischen so langsam aber sicher auf das Ende zugeht (nur noch zwei Monate (Hiiilfe!! und Juchu)) und ich inzwischen ja auch schon eine Weile hier bin dachte ich mir ich könnte mal einige Unterschiede zusammenfassen die mir mit der Zeit so aufgefallen sind.

1. Das metrische System: Wer bitte hat sich das denn ausgedacht? Auch nach 8 Monaten habe ich immer noch nicht verstanden was es soll Zutaten in Volumen statt Gewicht zu  messen. Auch weiß ich immer noch nicht, wieviele Cups in einem pound sind, wieviele quints in einer gallon und so weiter.
Und lasst mich gar nicht erst anfangen mit den Umrechnungen. 12 inches in einem foot und so weiter.
Ich meine wer hat sich das ausgedacht? Was soll das? Und da ich immer noch nicht das Equivalent zu Metern weiß, yards verwendet nämlich niemand, verwende ich also konsequent weiter das metrische System, eurpäische Schuh- und Kleidergrößen und manchmal auch das 24 Stunden Zeit System.
Hin und wieder bekomme ich dafür auch seltsame Blicke zugeworfen wenn ich etwas sage wie "That's only a meter or so away from you.", aber meine Freunde und Familie haben sich inzwischen daran gewöhnt und schütteln einfach nur den Kopf wenn ich mal wieder meine Schuhgröße nur mit 39 angeben kann und dann ersteinmal das Internet befragen muss um dann, erneut, heraus zu finden das ich Schuhgröße 9 habe.


2. Computer Tastaturen: Y anstelle von Z. Keine Umlaute. Und das Komma ist ganz bestimmt nicht da wo es sein sollte. Genauso wie das Fragezeichen, @, &, % ,' oder so ziemlich jedes andere Zeichen auf einer Tastatur. Und da dauert es dann schon ein bisschen länger einen Aufsatz in der Schule zu schreiben wenn ich jedesmal wenn ich das Wort 'why' schreiben will 'whz' schreibe.
Mit den Umlauten habe ich eigentlich kein Problem, weil ich Emails etc. sowieso nur von zuhause aus schreiben kann, weil das Schulinternet meine Email Website als gefährlich und potentiell schädigend einstuft und sich weigert meine Emails abzurufen oder zu verschicken.

3. Klimaanlagen und Heizung: Jetzt im Frühling ist das besonders extrem. Während einige Gebäude jetzt bei 20°C Außentemperatur schon wieder die Klimaanlage angeschmissen haben damit es auch bloß nicht auch nur ein Grad zu nahe an "im Gebäude im TShirt sein" - Temperatur herankommt, heizen andere noch fröhlich vor sich hin so das man sobald man durch die Tür kommt das Gefühl hat in der Sauna zu sein.

4. Autos: In Washington DC selbst, kommt man ohne Auto wundebar zurecht, da die Metro so ziemlich überall ist. Aber sobald man die Innenstadt verlässt und in den Suburbs (ich glaube das könnte man Vorstadt übersetzen) ist, wird der öffentlich Nahverkehr plötzlich unglaublich kompliziert.
Eigentlich haben die Busse einen Fahrplan, aber der wird von allen gutmütig ignoriert. Da kann es also schon passieren das man 20-30 Minuten an der Haltestelle wartet, obwohl der Bus eigentlich schon längst hätte kommen sollen.
Außerdem ist das Bussystem nicht so der Hit, was bedeutet um zu meiner Schule zu kommen müsste ich zwei oder dreimal umsteigen und dann frage ich dann doch lieber jemand ob sie mich mit dem Auto mitnehmen können.

Donnerstag, 19. März 2015

Das Fortpfanzungsverhalten von Seeigeln, ein bisschen "viel" Schnee & Softball

Da ich schon eine Weile nichts mehr geschrieben habe und ich momentan überhaupt keine Lust habe mich mit dem Fortpflanzungsverhalten von Seeigeln zu beschäftigen (wir machen gerade ein Experiment in Meeresbiologie), dachte ich mir ich berichte mal ein bisschen was hier so los ist.

 Wir hatten hier einen für Maryland ungewöhnlich kalten Winter mit Schnee bis Anfang März.
Da Maryland im Sommer eher einem südlichen Staat ähnelt und schwüle, heiße Luft ohne Ende abbekommt, ist hier kein Mensch auf Winter eingestellt.
Sobald es ein bisschen schneit steht das Leben still. Ich hatte Anfang März in einer Woche nur zwei Tage Schule weil der Rest wegen Schnee ausgefallen ist.
Und wir reden hier nicht von eingeschneiten Häusern und Schneestürmen bei denen man das Haus nicht verlassen will, sondern von 10 cm Schnee.
Ich habe mir einige ungläubige Blicke eingefangen als ich erzählt habe wie viel es in Deutschland schneit und das wir nie Schulfrei deswegen bekommen.
 Passend zum Schnee haben wir mit AFS dann im Februar einen Skitrip gemacht und sind auf dem Weg nach Pensylvania auch prompt im Schnee stecken geblieben. Das zum Glück aber nur 200 Meter von unserer Hütte entfernt.
Das Skigebiet war winzig, aber da wir auch Leute dabei hatten die hier zum ersten Mal in ihrem Leben Schnee gesehen haben, war das glaube ich auch ganz gut so.
Ich habe also mit ein paar anderen Anfängern zusammen an meinen spärlichen und neuen Snowboard Fähigkeiten gearbeitet und bin diesmal ohne Verletzung durch das Wochenende gekommen.

Inzwischen hat die Softball Saison angefangen und wir haben demnächst unser erstes Spiel.
Ich bin echt glücklich das ich es ins Team geschafft habe, nachdem das mit Basketball ja nicht so wirklich etwas geworden ist.
Außerdem machte Softball einfach extrem viel Spaß und die meisten Leute im Team sind klasse!!
 Das zweite Semester ist schon wieder fast halb vorbei und langsam verstehe ich nicht mehr was mit der Zeit passiert!! Am Anfang des Jahres sah das so lang aus, aber inzwischen wirkt es kürzer und kürzer.
Hat irgendjemand 3/4 Monate gefunden die ich verloren habe?
Ich habe einige meiner Fächer gewechselt weil ich keine Lust mehr auf Physik und Geschichte hatte und habe zu Fächern wie Meeresbiologie, Philosophie und Menschenrechte gewechselt.
Definitiv sehr gute Entscheidungen!! Meine neuen Fächer gefallen mir um einiges besser und ich habe die Chance Fächer zu haben die es in Deutschland einfach nicht gibt.
So entstehen Babyseeigel in USA
Sonst versuche ich momentan einfach den Rest meines Auslandsjahres zu genießen da inzwischen eindeutig mehr als die Hälfte vorbei ist und ich noch nicht bereit bin an die Abreise zu denken!!
Natürlich vermisse ich meine Familie und Freunde in Deutschland, aber mit jedem Tag den ich hier bin fühlt sich hier alles mehr wie ein zweites Zuhause an.

Montag, 26. Januar 2015

Halbzeit

Vor ungefähr 160 Tagen hat sich mein Leben grundlegend verändert.
Nur als Vorwarnung: das hier wird wahrscheinlich weder ein langer noch ein sehr informativer Post werden, da ich aufgrund einer Handgelenksverletzung (props to snowboarding) nur bedingt schreiben kann.
Aber es schien mir angebracht zur Halbzeit mal ein bisschen sentimentales Geschreibsel los zu werden was mir schon seit Monaten durch den Kopf geht.
Außerdem hier ein Link zu dem Blog einer anderen AFSerin in Colorado, besser als sie kann man es schlecht beschreiben.
http://abenteuer-lustig.tumblr.com/

Ich kann mich nicht mehr genau erinnern wann genau der Moment war an dem ich wusste das ich ein Auslansjahr machen möchte, aber es muss irgendwann in der 5. oder 6. Klasse gewesen sein, weil ich mich an einige Momente aus dieser Zeit erinnern kann als ich darüber nachgedacht habe.
Allerdings war das damals ein großes Mysterium und irgendwie nur so eine Idee die in meinem Kopf umherflog.
Irgendwann ist das ganze dann zu einer festeren Idee geworden und ich habe mich bei AFS beworben.
Long story short, nach einer sehr ereignisreichen ersten Hälfte von 2014 und einer Achterbahn an Emotionen im August bin ich in ein Flugzeug nach New York gestiegen.

Ich wollte eine neue Erfahrung machen, neue Leute kennen lernen und glaube ich auch mich selber ein bisschen testen.
Wie ich ohne mein gewohntes Umfeld zurecht komme. Wie ich mich verändern würde.
Ich hatte einen ganzen Haufen an Gründen.

Seit ich hier angekommen bin habe ich so unfassbar viel erlebt!!
Jedes mal wenn ich für einen Moment darüber nachdenke, bin ich überrascht wie unglaublich schnell die Zeit vergeht.

Meine Freunde bei AFS sind in einem halben Jahr wie eine Familie für mich geworden und ich bin unglaublich dankbar für all die tollen Menschen die ich bei AFS getroffen habe!!!
Es ist toll all diese Leute zu kennen die in ähnlichen Situationen sind und einfach so selbstverständlich für einander da sind.

Es ist schwer in Worte zu fassen wie hier so alles läuft und wie ich mich dabei fühle.
Das ist der Grund warum ich jedes Mal wenn mich jemand fragt wie mein Jahr so verläuft nur mit 'gut' antworte.
Egal ob es mir in dem Moment gut oder schlecht geht würde ich es wohl nicht ohne einen Aufsatz erklären können und ich kann mir nicht vorstellen das irgendjemand den Nerv hätte sich das durchzulesen.

Ich kann nicht erklären wie es sich anfühlt durch die Schule zu laufen und zu wissen wo mein Klassenzimmer ist.
Wie es ist meine Freunde in der Mittagspause zu sehen und sie mir ganz selbstverständlich zuwinken zu sehen.
Wie es ist mit Leuten aus Deutschland zu skypen und nachdenken zu müssen was das eine Wort in Deutsch heißt, weil ich die ganze Zeit nur Englisch spreche.
Wie es ist zum Abendessen runter zu meiner Gastfamilie zu kommen  und es nicht komisch zu finden mit Leuten zusammen zu leben die ich vor einem halben Jahr noch nicht einmal kannte.
Wie es ist zu einem AFS Treffen zu kommen und alle diese Menschen zu sehen.

Es ist einfach unglaublich was ich hier alles erleben kann und wie wenig ich mir das hätte Vorstellen können.
"Leben ist was passiert wenn du dir etwas anderes vorgenommen und vorgestellt hast"
Mit schlauen Zitaten um mich schmeißen? Erledigt!!

Keine Ahnung wie das ganze in einem  halben Jahr aussehen wird wenn ich wieder ins Flugzeug steige.
Aber der ersten Hälfte nach wird es sich auf jeden Fall gelohnt haben!!!!

So nach meinen ganzen Geschreibsel hier gibt es noch einen Link zu den Berichten die ich und meine vier Mitstipendiaten geschrieben haben:
http://www.wp.forum-region-stuttgart.de/?page_id=622

Tut mir leid das es auch diesmal wieder so ewig gedauert hat bis ich wieder etwas hier geschrieben habe :D
LG Juli

Donnerstag, 4. Dezember 2014

How to verlern your Deutsch & alles mögliche was so passiert

Ok, also das hier scheint meine Standardblogeinleitung zu werden: Es tut mir leid das ich mich nur so selten melde.
Heute habe ich dem Standardsatz noch etwas hinzuzufügen. Bitte entschuldigt schon im voraus mein seltsames Deutsch.
Ich habe seit locker 1-1.5 Monaten, wenn nicht sogar mehr,  keine komplette Unterhaltung mehr in Deutsch geführt, und jedesmal wenn ich jemanden treffe mit dem das möglich wäre werden nur ein paar Sätze in Deutsch gewechselt um mal wieder den Klang zu hören oder wenn nicht jeder unbedingt verstehen soll was gesagt wird.
Ich schaue mir zwar hin und wieder deutsche Videos auf YouTube an, aber das hilft mir nicht wirklich meiner Grammatik (und meiner Rechtschreibung die noch nie meine beste Freundin war) nicht die seltsamsten Verdrehungen anzutuen.
Letzte Woche war ich mit meiner Gastmutter bei 'Value Village', einem riesigen Secondhandladen, und habe doch tatsächlich in der Buchabteilung ein gebrauchtes Buch in Deutsch gefunden.Gekauft, gelesen, mein Deutsch wird trotzdem leicht seltsam meiner Meinung nach. 

Aber zum Rest.
Es ist schon wieder mehr als ein Monat vergangen und ich kann es einfach nicht fassen wie schnell die Zeit vergeht.
Da es jetzt schon Dezember ist, ist es auch in Maryland langsam kalt geworden, auch wenn das Wetter hier echt total verrückt ist.
Den einen Tag ist es eiskalt und zwei Tage später kann man wieder im TShirt herumlaufen. Wer soll sich denn da bitte anpassen können? Jedesmal wenn ich denke ich kann meine nicht-warmen Schuhe in den Schrank packen muss ich sie wieder herauskramen weil es wieder warm geworden ist.

Da die XC Saison vorbei ist, habe ich mich nach einer neuen sportlichen Beschäftigung umgesehen und kann nun stolz von meiner einwöchigen Baskettballkarriere berichten.
Tja, ich dachte mir so: "Probier mal was neues aus" zumal ich keine Lust auf rennen jeden Tag hatte. Also bin ich ohne einen Menschen in dem Team zu kennen und ohne je außerhalb meines Sportunterrichts einen Baskettball in der Hand gehabt zu haben, zu den Tryouts maschiert.
Das ist wie Training, aber da nur eine bestimmte Anzahl von Leuten in dem Team sein kann, werden alle paar Tage einige Leute raus geschmissen (klingt brutal, der englische Ausdruck dafür 'to get cut from the team' klingt so viel besser, aber mir ist wirklich keine bessere Übersetzung eingefallen).
Dank meines nicht vorhandenen Baskettballtalents und trotz meiner abgewandelten Handballtechnik die ich versucht habe anzuwenden, was mal so gar nicht geklappt hat, aber das ist nunmal was ich gewöhnt bin zu tun wenn ich einen Ball in die Hand bekomme, habe ich sogar eine Woche im Team überlebt, bevor ich raus geschmissen wurde.
Aber halleluja, das war eine anstrengende Woche. Ich habe die Spielzüge die wir trainiert haben einfach mal gar nicht verstanden und bin ständing auf dem Spielfeld durcheinander gekommen, da ich die Handballlinien auf dem Boden beachtet habe.
Was für mich eindeutig Beweis genug ist das das mein Sport ist auf den ich mich schon jetzt wieder freue!!

Da ich euch allen keinen zu langen Eintrag zumuten will und ich außerdem noch Tonnen an Hausaufgaben habe, werde ich es an dieser Stelle gut sein lassen und morgen oder in ein paar Tagen mehr von mir höhren lassen.
LG, Juli 

Freitag, 24. Oktober 2014

Wie die Zeit vergeht und alles mögliche was so passiert ist

Zuersteinmal möchte ich mich dafür entschuldigen das ich nicht so oft berichte wie ich das vielleicht geplannt oder gesagt habe.
Aber die Zeit vergeht jeden Tag einfach so unglaublich schnell und ich möchte mich momentan einfach darauf konzentrieren das ich hier bin.

Es ist eine Menge passiert seit meinem letzen Post.
Ich habe mich inzwischen gut in der Schule eingelebt, auch wenn es etwas gedauert hat.
Nachdem ich praktisch den ganzen ersten Monat extrem verwirrt und überfordert durch die Gänge gelaufen bin, finde ich mich inzwischen gut zurecht.
Ich verstehe endlich gut was von mir erwartet wird und habe auch endlich verstanden das Notizen schreiben zum Unterricht dazu gehört und niemand sagen wird: "Schreibt euch das auf."
Außerdem habe ich inzwischen auch die ganzen Leute besser kennengelernt und verstehe mich immer besser mit meinen Freunden hier. Trotzdem treffe ich immer noch fast jeden Tag jemand den ich noch nie gesehen habe was einfach an der unglaublich Größe der Schule liegt.

Die Cross-Country Saison ist inzwischen vorbei und ich hatte einfach unglaublich viel Spaß mit all den Leuten in meinem Team.
Ich habe tolle Leute dort getroffen und war am Anfang einfach unglaublich dankbar nach der Schule noch etwas anderes zu tun zu haben als Hausaufgaben.
Und natürlich freut es mich auch seit Beginn der Saison meine Bestzeit für 5km um fast zwei Minuten gesenkt zu haben.

Vor einem Monat  war dann die erste AFS Orientation und es war einfach toll all diese Leute von überall auf der Welt zu treffen! Ich habe es bestimmt schon mal gesagt, aber ich kann es nicht oft genug wiederholen: Ich freue mich jedesmal tierisch diese Leute zu treffen, weil sie einfach alle unglaublich toll sind!!!
Wir haben an diesem Wochenende nur sehr wenig geschlafen, bis um 5 Uhr morgens geredet, Karten gespielt und mitten in der Nacht angefangen Kaffee zu trinken.
Es war einfach unglaublich toll und ich freue mich jetzt schon auf das nächste Mal wenn ich sie alle treffe.

Letzes Wochenende waren wir mit AFS wandern auf dem Billy Goat Trail. Der Trail war sehr abenteuerlich, teilweise mussten wir irgendwelche Felswände rauf- und runter klettern, oder es ging über ausgetretene Pfade durch den Wald.
Zwei Mädchen haben sich dann auch gleich den Knöchel verstaucht, weil es wirklich extrem steinig und wurzelig war.
Am Ende des Trails waren die Wasserfälle von Great Falls,MD und es hat sich so gelohnt den gesamten Pfad entlang zu kraxeln.
So schön!!

Diese Woche ist Spiritweek und ich kann euch sagen: es ist sooo angenehm im Schlafanzug in die Schule zu gehen!
Außerdem sind dann am Freitagabend noch das große Homecoming Footballgame, ich verstehe so langsam wie Football und Baseball funktionieren (oh wunder!), und am Samstagabend ist der Homecomingdance.
Ich freue mich schon total auf diese beiden Sachen und werde berichten. Auch wenn es vielleicht wieder eine Weile dauern wird.

Liebe Grüße euch allen,
Juli 

Mittwoch, 17. September 2014

Schon 1 Monat!!!!

Also nachdem ich mir eigentlich  vorgenommen hatte ca. 1mal in der Woche etwas zu posten um euch da drüben in Deutschland auf dem laufenden zu halten, habe ich aber festgestellt das das mit allem was hier so abgeht (Schule, Hausaufgaben, Cross-Country,...) nicht so einfach wird und da ich auf keinen Fall etwas hier in USA verpassen will, wird das mit dem wöchentlich bloggen wohl nicht so wirklich was.

Aber mal so kurz zusammengefasst was seit meinem letzten Post so passiert ist.
Ich hatte eine sehr verwirrende zweite Schulwoche, habe mich immer noch ständig verlaufen, musste sehr viele Leute bitten Sachen 3mal zu wiederholen weil es einfach zu laut war und ich mir nicht sicher war ob ich richtig verstanden habe was sie gesagt haben und saß mehrmals komplett verwirrt im Unterricht und habe einfach mal gar nichts verstanden.
Den besten Tag der Woche hatte ich dann am Freitag, weil 1. Freitage sind sowieso immer toll; und 2. das der erste Tag war an dem ich mich nicht in der Schule verlaufen habe!!!
Das klingt nach nichts worauf man stolz sein kann? Mir egal, das Gebäude ist riesig und ich bin eine sehr verwirrte kleine Austauschschülerin, ich darf stolz auf so etwas sein :D 

Am Sonntag war dann hier in Takoma Park das alljährliche Folkfestival und das habe ich mir natürlich  angeschaut.
Die Musik war ziemlich gut und ich habe die bis jetzt beste Lemonade meines Lebens gehabt. Also ein Erfolg auf ganzer Linie!!
Lemonade!!!!!
Später am Sonntag war dann ein AFS Treffen und das war einfach nur super!! Die anderen Austauschschüler die in der DC Gegend sind, sind einfach total nett und jedesmal wenn ich diese Leute bis jetzt getroffen habe war es sehr lustig und wir hatten einfach total viel Spaß.

Während dieses Treffens hatten wir dann aber alle irgendwie so unseren "shocked moment". Nämlich als jemand so ganz nebenbei sagte: "Wow we're already here since a month!"
Ja, ich konnte es erstmal nicht glauben, denn es fühlt sich einfach nicht nach einem Monat an. Hier ist so viel passiert und ich erlebe jeden Tag so viel das dieser erste Monat einfach wie im Flug vergangen ist.

Letzte Woche habe ich dann mein allererstes Football-Spiel gesehen und ich muss gestehen ich habe so gut wie gar nichts verstanden, auch wenn es mir mehrmals erklärt wurde.
Ich war mit einigen Freunden von meinem XC Team dort und wir haben die 7 Punkte gesehen die unser Team gemacht hat (Touchdown und Fieldgoal, ist also doch was hängen geblieben von dem vielen Erklären) und sind danach noch ins Kino gegangen.
Football
Go Blazers!!!

Ich bin momentan ziemlich erkältet und kann deswegen nicht zum Training gehen, was mir allerdings mehr Zeit gibt für die ganzen Tests zu lernen die jetzt so anstehen und die Hausaufgaben zu machen.
Ihr seht es gibt viel zu tun :)

LG, Juli

Dienstag, 2. September 2014

Weekly Report #1

Hallo zusammen :)

Da hier jetzt die Schule angefangen hat habe ich nicht mehr so viel Zeit euch hier zu berichten, obwohl es jeden Tag so viel gibt von dem ich erzählen möchte, auch wenn es meistens nur kleine Momente sind.

Mein erster Schultag war eine Erfahrung die sich sehr schlecht in Worte fassen lässt. Meine Schule in Deutschland hat 800 Schüler, ist also relativ beschaulich und nach  5 Jahren dort weiß man wie alles läuft.
Meine Schule in USA hat 3000 Schüler und ich habe mich am 1. Tag ungelogen nach jeder Stunde verlaufen.
Das Gebäude ist einfach riesig, bestimmt 3,4 vielleicht sogar 5 mal so groß wie meine deutsche Schule.
Dazu kommt das hier jeder Schüler einen individuellen Stundenplan hat, das heißt das es auch  niemanden gibt der genau dieselben Kurse wie man selber hat und der einem dem Weg zeigen könnte.

Das die Schule sehr viel größer ist habe ich auch in der Mittagspause gemerkt.
Meine Highschool hat einen großen Mittelgang im Erdgeschoss der in die Cafeteria führt. Im leeren Zustand wirkt der Gang einfach riesig.
Wenn es aber zur Mittagspause läutet und ungefähr die Hälfte der Schüler, das sind 1500!!!, in die Cafeteria läuft, kann man schon mal zwischen all diesen Leuten stecken bleiben, was mir auch promt passiert ist.
Ich habe ungelogen bestimmt 10 Minuten gebraucht um in die Cafeteria zu kommen und die war auch voll.

Nach der Schule habe ich jeden Tag Cross Country (XC) Training. Grundsätzlich heißt das Joggen und das jeden Tag.
Bei der Hitze die wir hier momentan haben 2-4 Meilen zu laufen ist nicht immer spaßig. Aber hinterher fühlt man sich schon sehr gut.

Ich habe jetzt eine Woche Highschool geschafft und hatte jetzt ein schönes langes Wochenende um das alles zu "verarbeiten" :)
Am Freitagabend hatten wir eine XC-Girls-Pizza-Party und es gab Unmengen an Essen. Ich muss  gestehen das ich 3 Cupcakes gegessen habe und das nur als Dessert.

Am Samstag war ich mit meiner Gastfamilie in einer Shopping-Mall, weil ich ja nur 22,00kg mitnehmen durfte und ich festgestellt habe das das echt nicht reicht!

Am Sonntagnachmittag war dann ein paar Straßen weiter ein Nachbarschaftsfest und auch da gab es jede Menge leckerer Sachen zu essen.
Später bin ich dann mit meinem Gastbruder und ein paar Freunden von ihm 'Lasertag' spielen gegangen.
Wer nicht weiß was das ist: Man trägt eine Weste mit leuchtenden Kugeln und ein Lasergewehr und versucht die anderen Spieler mit diesem Lasergewehr abzuschießen und zielt dabei auf deren leuchtende Kugeln.
Ich kann jedem nur raten: Probiert das aus!! Es macht so viel Spaß, auch wenn es sich vielleicht nicht so anhört.

Heute Nachmittag war dann in unserer Straße ein Fest und es wurde gegrillt.
Da heute in den USA 'Labor Day' ist und das ein Feiertag ist, hatten wir heute keine Schule und ich konnte noch einmal so richtig schön ausschlafen bevor morgen die Schule weitergeht.

Ganz liebe Grüße euch allen aus einem sehr heißen und schwülen Maryland :)
Juli 

Dienstag, 19. August 2014

Washington DC

Heute waren wir mit einer Gruppe von anderen Austauschschülern aus der Capitol Area in DC und haben uns da ein bisschen umgesehen und einer der AFS-Volunteers hat uns gezeigt wie die Metro funktioniert.

Washington ist einfach riesig und extrem eindrucksvoll, also lasse ich einfach die Bilder für sich sprechen.
US Capitol Building

Washington Monument


White House 1

White House 2

German American Friendship Garden
World War II Memorial und Lincoln Memorial
Nachdem ich all das gesehen habe bekommt New York ernsthafte Konkurenz als coolste Stadt in USA in der ich war :D

Safely arrived :)

Hallo zusammen,

Ich bin gut in USA angekommen und habe mich inzwischen auch an die Zeitzone gewöhnt.
Aber von vorne:

Am 14. August bin ich von Frankfurt nach New York geflogen (im A380, Singapore Airlines, schön viel Platz und guter Service).
Als wir in New York gelandet sind, durften wir erst einmal zwei Stunden in Schlangen stehen um einzureisen und unsere Koffer zu bekommen.
Dann sind wir vom Flughafen zum Hilton-Hotel am JFK gefahren und konnten dort etwas essen und ,wenn man das hinbekommen hat so wie ich, in den Sesseln in der Lobby schlafen.
Flugroute

Später sind dann alle Austauschschüler, die in die Regionen Maryland, DC und Virginia kommen mit dem Bus dorthin gefahren.
Ein 7 Stunden Trip mit dem Reisebus!!!
Die Meisten haben geschlafen, aber ich und noch drei andere haben eigentlich die komplette Fahrt durch geredet und wahrscheinlich den ganzen Bus genervt.
Skyline von NYC aus dem Bus heraus

Die Austauschschüler aus der Region DC sind dann irgendwo in der Pampa in Maryland zu ihrem Arrival-Camp gefahren.
Wir sind um 12 Uhr abends angekommen und ich glaube ich war noch nie so dankbar ein Bett zu sehen.

Am nächsten Tag war dann unsere eigentliche Orientation, bei der aber zum Großteil wiederholt wurde was auch schon bei den Vorbereitungen in Deutschland gesagt wurde.
Es war ziemlich witzig mit den ganzen Austauschschülern von überall auf der Welt.

Am Nachmittag sind dann alle bis auf mich und ein Junge aus Chile, von ihren Gastfamilien abgeholt worden.
Meine Familie war noch im Urlaub, deshalb habe ich die erste Nacht bei meiner AFS-Betreuerin verbracht, die ein paar Straßen weiter wohnt.

Meine Gasteltern haben mich  dort dann am nächsten Morgen abgeholt und wir sind zu unserem Haus gefahren.
Dort habe ich dann auch meine beiden Gastbrüder getroffen und sie haben mir das Haus und den Garten gezeigt.
 Am Abend hatten wir dann ein Potloc (Grillen) mit der ganzen Nachbarschaft und wir Kids in meinem Alter sind noch Eis essen gegangen.

Es ist echt supi jetzt hier zu sein und bis jetzt gefällt mir hier alles super gut.

LG aus MD, USA

Julia

Dienstag, 12. August 2014

Und plötzlich war da diese Null...

Da ich mir bereits vor Monaten einen Countdown für meinen Flug auf meinem Handy eingerichtet hatte,  habe ich mich in daran gewöhnt dort eine Anzeige bestehend aus zweistelliger Tagesanzeige, Stunden- und Minutenanzeige zu sehen.
Doch plötzlich war dort heute morgen keine zweistellige Tagesanzeige mehr zu sehen. Plötzlich war da eine Null...

Es ist schon ein etwas komisch festzustellen das man in weniger als 24 Stunden in ein Flugzeug steigen wird um für ein Jahr in ein neues Land und ein  neues Leben aufzubrechen.
Ich habe mich schon lange auf diesen Tag gefreut und jetzt wo er da ist, kann ich es immer noch nicht richtig realisieren.

Jetzt bleibt mir eigentlich nur noch die verbleibenden Stunden abzuwarten bis ich ins Flugzeug steige und das letzte Mal für 11 Monate deutschen Boden unter meinen Füße habe.

Montag, 4. August 2014

3. Vorbereitungswochenende

Lesestoff ...
Los geht es mit Papierkram. Und zwar jede Menge Papierkram. So viel das ich noch keine Zeit hatte alles durch zu lesen.
Aber von vorne: Am Wochenende vom 11.-13.07 war dann auch die 3. Vorbereitung, diesmal eine USA-Spezifische, dass heißt, dort waren nur Leute die, wie ich, im Sommer in die USA fliegen.
Auch die Betreuer waren selber alle ein Jahr in den USA.
Ich bin am Freitagabend mit drei anderen Austauschschülern, nach zwei glorreichen Stunden im Zug auf dem Fußboden und 20 min laufen in der Jugendherberge angekommen.
Dort wurden ersteinmal die Zimmer eingeteilt und wir haben uns alle vorgestellt. Bei dem Spiel bin ich dann auch gleich wunderschön vom Stuhl gefallen, habe also den bestmöglichen ersten Eindruck gemacht :D
Nach dem Abendessen haben wir den Film 'American Beauty' angeschaut. Ich habe zwar nicht wirklich verstanden was der Film mit unserem Auslandsjahr zu tun hatte, aber was solls.
Ehrlich gesagt war es wenn dann beängstigend, weil man den Film meiner Meinung nach schon als ziemlich abgedreht bewerten kann, genauso wie alle Charaktere darin.
Dazu noch der Satz des Campleiters: "Manches davon wird euch vielleicht in eurem Auslandsjahr bekannt vorkommen". (Wer den Film gesehen hat versteht mich)
Den Rest des Abends haben wir dann mit quatschen, Jahrbücher anschauen und Tischkickern verbracht.

Am nächsten Tag gab es vormittags verschiedene Stationen, an denen uns die Betreuer etwas über verschiedene Aspekte von unserem USA Jahr erzählt haben.
Es ging zum Beispiel um die Themen: Gastgeschenke, Gastfamilie, Schule, Freunde, Religion, ...
Also wirklich um alles mögliche.
Das ging auch nach dem Mittagessen noch weiter und ich habe echt so einiges gehört über das ich mir vorher einfach keine Gedanken gemacht habe.
Wie konnte man auch ahnen das man sich einen Jahresvorrat an leichten (Kopf-) Schmerzmitteln mitnehmen muss wenn man nicht von dem harten amerikanischen Zeug ausgeknockt werden will ;)

Am Abend haben wir dann einige, teils hitzige, Diskusionen auf Englisch geführt, weil wir "Extremsituationen" nachgestellt haben.
So wurden wir von einer militantenVeganerin versucht zu bekehren auf tierische Lebensmittel zu verzichten, von einer strenggläubigen Mormonin zu mehr Gottesglauben aufgefordert und von einem Irak-Veteran über die "Notwendigkeit" von Kriegen aufgeklärt.
Alles sehr brilliant von den Betreuern gespielt.
Natürlich wird nicht jeder während seines Auslandsjahres mit solchen Leuten konfrontiert, aber laut ehemaligen Austauschschülern besteht die Möglichkeit.
Also auf Alles gefasst sein :)

Am nächsten Tag haben wir über die verschiedenen Dinge gesprochen die nur Mädchen bzw. nur Jungs beachten müssen und dann ging es nach dem Mittagessen auch schon wieder in Richtung Bahnhof. 
Alles in allem ein sehr interessantes Wochenende.

Gruuuppenfoto :D

Am 30. habe ich dann mit einigen Freunden zum Abschied gegrillt, was nochmal echt schön war, auch wenn es etwas komisch war sich für ein Jahr zu verabschieden und es sind auch einige Tränen geflossen.

Ich schließe diesen Post hiermit, da mein noch weitgehend ungepackter Koffer nach mit schreit und gefüllt werden möchte.

Es sind nur noch 9 Tage und einige Stunden...
LG, Juli



Sonntag, 29. Juni 2014

GASTFAMILIE

Endlich, endlich, endlich habe ich meine Gastfamilie bekommen. Letzten Donnerstag habe ich erfahren wo genau ich mein Auslandsjahr verbringen werde.
Ich werde in Takoma Park, Maryland wohnen.
Meine Schule ist die Montgomery Blair Highschool.
Ich habe mir schon die Website der Schule angesehen und ich freue mich schon total darauf dort hin zu gehen.
Da ich nicht genau weiß ob es meiner es meiner Gastfamilie recht ist wenn ich etwas über sie hier schreibe, sage ich jetzt mal nichts zu ihnen, außer das ich mich schon total darauf freue sie kennen zu lernen.
Mittelgang meiner High School - Blair Boulevard
Montgomery Blair High School - Home of the Blazers



Dienstag, 17. Juni 2014

Visa-Termin

"So Leute keinen Stress, jeder der einen Termin hat kommt heute hier rein. Aber wenn ihr Handys oder sonstige elektronische Geräte dabei habt, könnt ihr gleich nochmal gehen und die wegbringen. Mit Handy lassen wir hier niemanden rein."
Mit diesen Worten wurde ich am Donnerstag 12.06.14 an der Pforte des US-Generalkonsulats in Frankfurt von einem Sicherheitsbeamten begrüßt.
Ich war ziemlich nervös, weil ich nicht wirklich wusste was da auf mich zu kommt, auch wenn mir eine andere Austauschschülerin die am Tag vor mir im Konsulat war versichert hat das das alles ganz locker sei.
So bin ich leicht aufgeregt am Konsulat angekommen und durfte ersteinmal draußen vor dem Gelände warten.
Als ich dann mit einer Gruppe anderer in das Gebäude gelassen wurde, ging es als erstes durch einen Security-Checkpoint (Taschendurchleuchtung, Körperscan, wie am Flughafen).
Dann musste ich in einer großen Halle ersteinmal an einen  Schalter, dort meinen Pass und die nötigen Dokumente abgeben und Fingerabdrücke machen lassen. Die Frau hinter der Scheibe hat mich dann zum nächsten Schalter geschickt, wo ich wieder meinen Pass abgeben durfte und nocheinmal Fingerabdrücke gemacht wurden.
Während die Frau am Schalter gearbeitet hat, haben wir uns noch ein bisschen unterhalten, ob ich meine Gastfamilie schon habe, wann ich das erfahre und ob ich mich  schon auf das Jahr freue.
Nach ein paar Minuten SmallTalk meinte sie dann:"Your Visa has been approved. Your passport should be with you in one week. Have a nice day"
Danach bin ich noch kurz in der Halle herumgeeirt, weil ich den Ausgang nicht gefunden habe. (Zu meiner Verteidigung ist zu sagen das die 'Exit'-Schilder wirklich verwirrend aufgestellt waren. ;)
Als ich den Ausgang dann gefunden hatte, durfte ich das Konsulat auch schon wieder verlassen und habe dann geschlagene 15 Minuten mit der Telefonzelle gekämpft, weil ich meine Mutter anrufen musste und kein Handy mitnehmen durfte.
Warum bitte sind diese Telefonzellen so kompliziert!? SMS schreiben ist nervenaufreibend mit den  Teilen, und telefonieren auch. Zu allem Überfluss hat das Biest dann auch noch mein Wechselgeld behalten. Vielleicht bin ich einfach nicht talentiert an Telefonzellen zu telefonieren.
Am Ende hat es jedenfalls geklappt und ich habe mir mit meiner Mutter zusammen noch ein bisschen Frankfurt angeschaut.
Mein Pass ist heute auch wieder zurück gekommen, dass heißt es ist Visatechnisch alles bereit :)

LG Juli 

Donnerstag, 5. Juni 2014

Do you seek to engage in terrorist activities while in the United States or have you ever engaged in terrorist activities?


Have you ever committed, ordered, incited, assisted, or otherwise participated in torture?- Hach, was  für wunderschöne Fragen gestellt bekommt, wenn man sein US-Visum beantragt. 
Abgesehen von den anderen Angaben die Papierstapel füllen, durfte ich auch zwei Seiten voller wunderschöner Fragen wie der obigen beantworten. 
Außerdem durfte ich natürlich noch einmal ein extra Bild machen lassen, da die Software des Visa-Programms mein 5 Monate altes biometrisches Passbild von meinem Reisepass nicht akzeptiert hat... 
Dann durften meine Eltern nocheinmal ein paar Gebühren blechen und dann konnten wir das ganze auch schon abschicken. 
Nun warte ich noch auf meinen Termin im Konsulat in Frankfurt. Ich bin ja schonmal gespannt was da auf mich zukommt. 
Noch eine Anmerkung zur 'Visa-Application': Obwohl alle immer gemeint haben das sei so ein Riesenaufwand, so schlimm war das Ausfüllen dieser Unterlagen nicht. Ich hatte mich irgendwie auf ein anstrengenderes Ausfüllen eingestellt und wurde angenehm überrascht :)
In diesem Sinne,
LG Juli

Stipendienverleihung

Nachdem am 23.Mai 2014 dann auch meine (und die meiner Mitstipendiaten) Stipendienverleihung war, kommen mir die USA noch einmal zeitlich viel näher vor.
Irgendwie war diese Verleihung die ganze Zeit noch  eine der letzten großen Punkte vor dem Abflug und es ist irgendwie seltsam das sie jetzt vorbei ist :)
Wir  hatten natürlich (leider!!!) die letzten paar Tage vor der Verleihung noch ein bisschen Stress, besonders am Tag der Verleihung selbst, denn wir waren zeitlich gesehen ein bisschen hinterher mit der Vorbereitung zu unserem Programmpunkt.
Jedenfalls sind wir dann aber doch noch ganz gut fertig geworden, auch wenn einige von uns noch Extra-Schichten geschoben haben.
Unser Programmpunkt bestand aus einem Film, unserer Dankesrede, einem Gedicht und einem Musikstück.
Der Film ist am Ende dann doch noch richtig gut geworden und auch mit der Dankesrede hat eigentlich alles geklappt.
Ich bin auf alle Fälle froh das das alles noch so gut geklappt hat und ich jetzt meine Stipendienurkunde bei mir zuhause habe, ich muss sie nur noch aufhängen :)
Vielleicht werde ich den Film hier hochladen, sobald ich ihn bekommen habe.

Jetzt stehen erst einmal noch das Ausfüllen der Visa-Unterlagen an und dann mal sehen.
LG Juli

Montag, 12. Mai 2014

2. Vorbereitungswochenende

Soo, dieses Wochenende war dann die 2. Vorbereitung. Dieses Mal ging es um das Thema Kultur.
Also darum was sich während dem Auslandsjahr an der Sichtweise auf die fremde, aber auch auf die eigene Kultur ändert, aber auch darum das Kultur viel mit Kommunikation zu tun hat.
Ich bin wieder wie bei der 1. Vorbereitung am Samstag in der Jugendherberge angekommen und wir haben dann auch wieder erstmal nur herumgesessen und gequatscht, weil Einige zu spät kamen und wir dadurch erst etwas später angefangen habe.
Zwei von meinen Mitkomiteelern (hach, diese Worteigenkreationen) haben schon ihre Gastfamilien. Eine in USA und eine in Malaysia. Das hat mir noch mal mehr klar gemacht: Ich will auch endlich wissen wo ich hin komme!!!
Naja, dieses Mal haben wir an Übungen viel mit Texten und erfundenen, aber an wirkliche Begebenheiten angelehnte, Fallbeispielen gearbeitet.
Es ging um unser Verständnis von Kultur, wie sich das im Ausland verändert und wie wir automatisch unsere Wertvorstellungen, Ansichten, etc. von unserer Kultur auf andere Kulturen übertragen.
Selbst wenn das alles nur Beispiele waren, macht der Tipp den wir bekommen haben, nämlich das Werten und Vergleichen einer fremden Kultur komplett zu unterlassen, sehr viel Sinn.
Viele Menschen auf der Welt werden Dinge komplett anders betrachten als wir Deutschen.
Da waren wirklich einige Übungen dabei die mich echt zum Nachdenken gebracht haben.

Später haben wir noch eine Präsentation zum Thema Fettnäpfchen und Anpassung bekommen, auch Dinge die im Ausland wohl sehr wichtig seien werden.
Es ging unter anderem darum wie sehr man selber bereit ist sich anzupassen, wo die Grenze für einen selber ist und wie nah man an diese Grenze herankommt, oder ob man sie nicht  vielleicht sogar hinter sich lassen kann.

Ein Spiel das ich gerne noch speziell erwähnen möchte haben wir am Nachmittag gemacht.
Wir wurden mit dem Auto zu irgendeinem Punkt im nächsten Ort gefahren, dort alleine mit einem Zettel und einem Apfel ausgesetzt und sollten dann 90 Minuten lang den Apfel gegen irgendetwas anderes eintauschen und das dann wieder eintauschen und so weiter.
Ich habe dabei extrem unterschiedliche Reaktionen erlebt. Einerseits gab es total unfreundliche Leute die gemeint haben, dass sie damit nichts zu tun haben wollen, andererseits gab es auch Leute die sich echt nett mit mir unterhalten haben.
Jedenfalls habe ich einige Gegenstände zusammen bekommen.
Apfel ----> Banane ----> Schlüsselanhänger ----> Zitroneneistee ----> Buch, Chilipflanze ----> Vase

Am nächsten Tag ging es dann mit der Präsentation weiter und es gab noch einen Teil für die Eltern. Ich gehe mal davon aus das da seehr viel gefragt wurde.

Jedenfalls haben wir uns dann alle verabschiedet, die die nach USA gehen werde ich auf dem Länderspezifischen Vorbereitungstreffen noch einmal wiedersehen, andere leider nicht.

So, das wars dann von diesem Wochenende, danach war ich erst mal platt und musste mich eine Runde ausschlafen.
Es hat super viel Spaß gemacht, aber auch teilweise zum Nachdenken angeregt.

Jedenfalls freue ich mich immer noch auf mein USA-Jahr, und bin sehr gespannt wo ich jetzt landen werde.

LG, Juli

Donnerstag, 1. Mai 2014

Kleines Update

So, hallihallo zusammen,

eigentlich gibt es momentan nicht so viel neues, außer das demnächst meine Stipendienverleihung ist und wir einfach noch sooo viel erledigen müssen, weil wir noch nicht mit unserem Programmpunkt für die Verleihung fertig sind.
Aber da einige von uns 5 momentan ihre Abschlusspfrüfungen der Realschule haben, ist da auch nicht immer so viel Zeit. Ergebnis = Stress!!
Also zumindest so ein bisschen ;)
Dann ist demnächst auch noch mein zweites Vorbereitungswochenende und ich freue mich jetzt schon total darauf die Leute alle wieder zu sehen weil es beim letzten Mal echt super war :)

Außerdem habe ich noch eine Mail von AFS bekommen, das sie von der Schule in den USA aus (ich weiß noch nicht wo und welche...) noch einmal meine Zeugnisse und diesmal 2 Empfehlungsschreiben brauchen, die meine Schule in Deutschland dann direkt an den amerikanischen School District schicken muss, da der District die Unterlagen von AFS nicht akzetptiert.
Tja, das heißt schon wieder Lehrer fragen und ehrlich gesagt komme ich mir da etwas mies vor weil ich schon wieder darum bitten muss das sie solche Texte über mich schreiben müssen. Ganz einfach weil ich denke das sie auch noch was besseres zu tun haben.

Anyway (schon mal bisschen Englisch üben kann ja nicht schade :), wie ihr seht gibt es keine mega aufregenden Neuigkeiten also schreibe ich mal wieder wenns was wirklich Neues gibt (z.B. bald die 2.Vb).

Bis denne,

LG Juli

Sonntag, 23. Februar 2014

Vorbereitungswochenende

Tja, zu den Sachen die man vor dem eigentlichen Auslandsjahr so vor sich hat gehören auch die Vorbereitungswochenenden.
Das erste davon stand unter dem Motto: "Wer bin ich? Wie sehen mich andere?" Außerdem ging es noch um erste Eindrücke, um Schubladendenke und darum wie wahrscheinlich es ist das man sich während dem Jahr mal schlecht fällt und nur noch alles hinschmeißen will.
Aber von vorn:
Am Samstag bin ich in der Jugendherberge angekommen, wir haben uns dann auch gleich alle zusammengesetzt und gequatscht, die meisten kannte ich auch schon von meinem Auswahltag.
Als Erstes richtiges Spiel sollten wir dann Collagen machen mit den Themen : Wie sehe ich mich? Wie denke ich sehen mich andere? Wie wäre ich gerne bzw. was könnte ich gerne?
Das hört sich jetzt erstmal einfach an, aber das ist es überhaupt nicht! Vor allem die Frage wie sehen mich andere ist echt nicht leicht zu beantworten.
Nach dem Mittagessen gings dann auch mit solchen Sachen weiter wie: Was ist dir zuhause wichtig? Auf was davon kannst du auf keinen Fall verzichten?
Außerdem ging es noch um das Thema, das 85 % aller Austauschschüler irgendwann in ihrem Auslandsjahr mal keinen Bock mehr haben und alles abbrechen wollen. Eine von den Returnees die da waren hat erzählt, dass es egal sein kann wie toll alles läuft, wie super die Schule und die Familie ist, man bekommt wohl einfach mal irgendwann so eine Phase, das man alles nur noch bescheuert findet, und am liebsten nach Hause will.
Nach dem Abendessen, haben die die nach USA gehen, dann noch den SLEP-Test geschrieben, den benötigt man für die Zulassung für einen Schulplatzt in den USA. Der Test ist echt einfach, nur er ist halt extrem zeitintensiv, man sitzt da 1,5-2 Stunden dran.
Später sind wir einfach noch ein bisschen draußen gewesen und haben dann bis um 2 Uhr nachts gequatscht.
Am nächsten Tag ging es dann darum Wie sehen mich andere? Was waren so die ersten Eindrücke von mir?
Wenn man solche Übungen macht fällt einem auf: egal was man dagegen tut, aber man entscheidet schon in solchen Bruchteilen von Sekunden ob man jemanden mag, ob man denkt das derjenige schüchtern oder offen ist.
Danach gabs dann auch schon wieder Mittagessen und danach war das Wochenende schon fast vorbei.
Es war echt super mit allen dort und hat echt Spaß gemacht:), aber man beginnt schon darüber nachzudenken, wie man auf andere wirkt etc.
Tja, in diesem Sinne, Ich freue mich jetzt noch mehr auf mein Auslandsjahr und auf alles was da sonst noch an Vorbereitung kommt.
LG, Juli :)

Sonntag, 5. Januar 2014

It's official :D

Wie man im Titel schon lesen kann ist es nun offiziel :) Ich werde 2014/15 mit dem Daimler-Byrnes-Stipendium ein Schuljahr in den USA verbringen :D Als ich die Email gelesen habe das ich ein Stipendium bekommen habe... Das war ein super Moment. Ich war unvorstellbar glücklich und habe mich soooooooo gefreut, das war der Hammer.
Danach musste ich noch meine Online-Bewerbung fertig machen, also wieder Formulare ohne Ende, die von meinen Eltern, von mir, von meiner Schule, vom Arzt unterschrieben werden müssen. Das schwierigste an der ganzen Sache fand ich aber war der Brief an meine zukünftige Gastfamilie. An Leute die man noch nie gesehen hat einen Brief über sich selber zu schreiben ist echt schwer. Wie viel soll man ihnen von sich erzählen, was erzählt man ihnen über Freunde, Familie, Hobbys und was interessiert sie oüberhaupt? Alles nicht ganz so einfach aber nach einigen nervenaufreibenden Stunden vor dem Laptop bin ich dann doch noch fertig geworden.
Vor einigen Tagen hatte ich dann auch noch mein Home-Interview, bei dem zwei ehemalige Austauschschüler, die auch mit AFS im Ausland waren zu mir nach Hause kamen und sich mit mir und meiner Familie unterhalten haben. War eigentlich ziemlich entspannt, die beiden haben viel erzählt und einige Sachen gefragt, aber die ganze Sache war bei weitem nicht so anstrengend wie die Interviews in den Auswahlgesprächen.
Soo, jetzt heißt es ganz entspannt im neuen Jahr darauf warten wie es jetzt weiter geht, aber da jetzt dieses riesige Fragezeichen bezüglich "geh ich oder nicht???" geklärt ist, ist das nicht mehr so nervenaufreibend :D
LG Juli :)